Russische Investoren springen beim Nürburgring ein
Zweifelhafte Retter

Der neue russische Investor am Nürburgring hat bei der CDU in Rheinland-Pfalz schwere Bedenken ausgelöst. "Es war Volkseigentum, jetzt haben wir einen russischen Oligarchen dort", sagte Oppositionschefin Julia Klöckner (CDU) am Freitag in Mainz. "Jetzt hat man just dem die Tür geöffnet, dem man ja eigentlich bei dem Erstverkauf ... gesagt hatte, den wollen wir nicht."

Die Nürburgring-Sanierer hatten mit der rot-grünen Landesregierung im März den mittelständischen Autozulieferer Capricorn als Ring-Käufer präsentiert. Der ist nun als Geldgeber ausgestiegen. Die Anteile übernahm eine Holding, zu der auch der russische Investor und Pharmaunternehmer Viktor Charitonin gehört.

Verkehrsminister Roger Lewentz (SPD) hatte erst im vergangenen Jahr gesagt, es sei nicht erwünscht, dass etwa ein Oligarch aus Russland oder dem Nahen Osten sich eine private Rennstrecke kaufe. Doch bisher geht Lewentz nicht von Nachteilen aus. "Ich hoffe, dass dahinter keine Heuschrecken-Mentalität steckt", sagte er. Der Geldgeber habe Millionen in die Hand genommen und daher wohl ein echtes Interesse an der Rennstrecke. Nun müsse ihm eine Chance gegeben werden.
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