Russland und Nordamerika zurzeit Sorgenkinder des Düsseldorfer Markenartiklers
Henkel befürchtet Durststrecke

Der Markenartikel-Hersteller Henkel stellt sich auf eine Durststrecke im Russland-Geschäft ein. Das Unternehmen erwarte 2015 wegen der Wirtschaftskrise in Russland und wegen des schwachen Rubels eine spürbare Verschlechterung der Geschäfte auf seinem viertgrößten Markt, sagte Konzernchef Kasper Rorsted am Mittwoch.

Doch der Konzern (Persil, Schwarzkopf, Loctite) wolle die Krise durchstehen. Langfristig sehe Henkel nach wie vor große Wachstumschancen im riesigen Land. "Ob die Besserung 2016, 2017 oder 2018 kommt, weiß ich nicht", sagte Rorsted. Doch habe der Konzern Erfahrung im Krisenmanagement in Russland. Seit seinem Markteintritt 1990 habe Henkel dort schwierige Zeiten durchstehen müssen und dabei die Erfahrung gemacht, dass sich Geduld lohne.

Aus Fehlern gelernt

Ganz andere Probleme als in Russland hat Henkel auf seinem wichtigsten Markt in Nordamerika, wo ein harter Promotions- und Preiswettbewerb 2014 zu Umsatzeinbußen führte. Doch habe der Konzern nach fehlenden Innovationen und Management-Fehlern nun die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Chancen künftig besser genützt würden.

Die beiden Sorgenkinder konnten den Konzern bremsen, aber nicht vom Kurs abbringen. Zwar stieg der Konzernumsatz 2014 nur um 0,4 Prozent auf 16,4 Milliarden Euro. Währungs- und portfoliobereinigt wuchs er aber um 3,4 Prozent. Der auf die Aktionäre entfallende Überschuss nahm um 2,5 Prozent auf mehr als 1,6 Milliarden Euro zu.
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