Rutscht jemand auf Herbstlaub aus, drohen Schmerzensgeldforderungen - Blätter nicht im Wald ...
Bunte Pracht muss weggeräumt werden

Hausbesitzer müssen dafür sorgen, dass die Wege frei von Laub sind. Denn gerade in Verbindung mit Regen kann ein mit Laub bedeckter Boden sehr rutschig werden. Bild: hfz
Kommt ein Passant auf dem Gehweg durch nicht geräumtes Laub zu Fall, kann das für Hausbesitzer teuer werden. Der Geschädigte kann Schadenersatz oder Schmerzensgeld verlangen. Darauf weist der Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg hin. Gerade in Verbindung mit Regen könne ein mit Laub bedeckter Weg sehr rutschig werden. Haftbar gemacht wird in der Regel der Eigentümer, denn er ist für das Laubfegen verantwortlich. Hat er sein Eigentum vermietet, überträgt er die Pflichten häufig auf Mieter. In diesem Fall sind die Mieter haftbar, wenn jemand auf nicht geräumten Wegen stürzt.

Helfen kann im Fall eines Unglücks durch Laub auf den Wegen eine Haftpflichtversicherung, erklärt der Bund der Versicherten. Denn sie übernimmt in solchen Fällen die Ansprüche der Geschädigten. Ein weiterer Vorteil: Lehnt die Versicherung die Zahlung von Schadenersatz ab, kann der Versicherte davon ausgehen, dass ein Anspruch gegen ihn grundsätzlich nicht besteht. Er muss also auch nichts aus eigener Tasche zahlen. Will der Geschädigte trotzdem Geld sehen, kann der Versicherer unberechtigte Forderungen notfalls vor Gericht abwehren. Laub von Bäumen im öffentlichen Straßenraum werde in der Regel von der örtlichen Straßenreinigung beseitigt, erklärt der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland. Die Eigentümer müssten dieses Laub nur zu Haufen zusammenfegen, so dass Straßenrinnen und Gullys nicht verstopft werden.

Laub, das von den eigenen Bäumen auf den öffentlichen Gehweg gefallen ist, sollte auf dem Grundstück des Hauseigentümers entsorgt werden. Wer Laub von seinem Grundstück einfach im Wald entsorgt, macht sich strafbar. Dafür kann es ein Bußgeld geben, erklärt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Damit soll verhindert werden, dass artenreiche Waldränder durch fremdes Laub zerstört werden.

Winterlager für kleine Tiere

Die Blätter sollten aber auch nicht im Restmüll landen. Die Lösung? Kleine Mengen können in die Biotonne kommen, daneben könne es auf Wertstoffhöfen Möglichkeiten zur Entsorgung der Grünabfälle geben. Die Landwirtschaftskammer empfiehlt, das Laub in einer windgeschützten Ecke des Gartens zusammenzuharken. In dem Haufen können Kleintiere überwintern. Daneben schützt eine Laubdecke auf den Beeten die Pflanzen im Winter vor Frost, und durch die Verrottung erhalten die Böden neue Nährstoffe.
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