RWE schafft es nach drei Quartalen gerade so in die schwarzen Zahlen
Mini-Gewinn von elf Millionen Euro

Essen. Ungeachtet des erfolgreichen Börsengangs der Tochter Innogy leidet der Essener Energieriese RWE weiter schwer unter dem Preisverfall an der Strombörse: In drei Quartalen schaffte der Konzern unter dem Strich nur noch einen Mini-Gewinn von elf Millionen Euro. Das teilte RWE am Montag mit. Neben der Stromerzeugung schlugen Verluste im Energiehandelsgeschäft zu Buche. Im Vorjahr hatte der Überschuss nach neun Monaten 1,9 Milliarden Euro betragen, was aber vor allem an Einmalgewinnen aus dem Verkauf von Randgeschäften lag.

RWE spürt auch bereits Anzeichen der künftigen Milliardenlasten für den Atomfonds: Wegen der anstehenden Zahlung von voraussichtlich rund 6,8 Milliarden Euro schichtete das Unternehmen bei seinen Geldanlagen um, wodurch sich das Finanzergebnis verschlechterte. Bereinigt um Sondereffekte unter anderem aus Anlagegeschäften sackte der Nettogewinn um knapp 60 Prozent auf 227 Millionen Euro ab. Für das Gesamtjahr hält RWE dennoch an seiner Prognose eines bereinigten Nettoergebnisses zwischen 500 und 700 Millionen Euro fest. RWE habe angesichts der schwierigen Bedingungen vor allem für die konventionelle Stromerzeugung ein "respektables Ergebnis erzielt", sagte Finanzchef Markus Krebber.
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