Sanierung abgeschlossen
Bayern-LB der Zeit voraus

Blick nach vorn: Johannes-Jörg Riegler, Chef der Bayern-LB, erwartet für die kommenden Jahre jeweils ein positives Ergebnis im dreistelligen Millionenbereich. Bild: dpa

Die Bayern-LB verdient wieder Geld, die Baustellen sind weitgehend abgearbeitet. Auch für das schwierige Umfeld sieht Chef Riegler die Landesbank gerüstet.

München. Die Bayern-LB erwartet nach ihrer harten Sanierung und der Rückkehr in die schwarzen Zahlen ein solides Geschäftsjahr. Vor Steuern peile die Bank für 2016 ein positives Ergebnis im mittleren dreistelligen Millionenbereich an, sagte Bayern-LB-Chef Johannes-Jörg Riegler am Donnerstag in München. Allerdings gebe es auch Risiken wie die weitere Entwicklung der Zinsen und des Ölpreises sowie der Wechselkurse. Mit der Sanierung und Neuausrichtung sei die Bank deutlich schneller vorangekommen als geplant, sagte Riegler. "Wir sind zwei Jahre vor der Zeit." Er verwies auch auf die angekündigte Rückzahlung von 1,3 Milliarden Euro stille Einlage an den Freistaat. "Wir werden weiterhin alle Anstrengungen unternehmen, um auch die letzte dann noch ausstehende Rückführung von einer Milliarde Euro vor dem zur Beendigung des EU-Verfahrens vereinbarten Termin im Jahr 2019 zu leisten", erklärte Riegler. 2008 war die Bayern-LB in die Krise geraten und musste mit Milliardenhilfen des Freistaates Bayern gestützt werden. 2015 schaffte die Bayern-LB nach der Trennung von Altlasten einen Vorsteuergewinn von 640 Millionen Euro (Vorjahr: minus 348 Millionen Euro). Unter dem Strich stand ein Konzernergebnis von 488 Millionen Euro, nachdem die Landesbank im Vorjahr wegen des verlustreichen Verkaufs der ungarischen Tochter MKB unter dem Strich noch einen Verlust von 1,3 Milliarden Euro verbucht hatte.

Vom Streit mit Österreich um Forderungen an die Abwicklungsanstalt der früheren Bayern-LB-Tochter Hypo Group Alpe Adria, die unter dem Namen Heta firmiert, sieht sich die Landesbank nicht mehr betroffen. Man sei froh, dieses Kapitel hinter sich zu haben. Nach jahrelangen Auseinandersetzungen um die HGAA hatte Bayern 2015 einen Vergleich über gut 1,2 Milliarden Euro mit dem Nachbarland geschlossen.
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