Schaeffler und IBM erproben Internet der Dinge
Produktion optimieren

Das Logo von IBM an einem Eingang zu den Highlight Towers in München. Hier ist die weltweite Zentrale für den Geschäftsbereich "Watson IoT" (Internet of Things) des IT-Riesen. Archivbild: dpa

München/Herzogenaurach. Der IT-Riese IBM will in seine neue weltweite Zentrale für seinen Supercomputer Watson in München 200 Millionen Dollar (umgerechnet rund 178 Millionen Euro) investieren. Zunehmend suchten Kunden nach neuen Möglichkeiten, ihre Abläufe mit Hilfe von künstlicher Intelligenz und Internet der Dinge neu zu gestalten, teilte das Unternehmen in der Nacht zum Dienstag mit. Mit der Investition, die eine der größten von IBM in Europa sei, reagiere man auf diese steigende Nachfrage.

Eine mehrjährige Partnerschaft sei beispielsweise mit dem Industriezulieferer Schaeffler vereinbart worden. Die beiden Unternehmen erproben neue Möglichkeiten des Internets der Dinge. In verschiedenen Produktionsbereichen sollen mit Hilfe von Sensoren gesammelte Daten analysiert und die Ergebnisse für optimierte Produktionsketten sowie neue Services genutzt werden. Im Fokus der Partnerschaft sollen unter anderem die Lager stehen, die Schaeffler für Windturbinen produziert.

Dabei überwachen Sensoren in Echtzeit den Zustand der Windkraftanlagen. Mit Hilfe von lernenden Systemen will das Unternehmen Erfahrungen über die Leistung unter unterschiedlichen Wetterbedingungen sammeln. In Verbindung mit Wetterdaten von IBM sollen die Betreiber künftig den Austausch von Komponenten direkt in einer kommenden Flaute planen können, um den Energieverlust so gering wie möglich zu halten.

Der Aufbau des Watson-Zentrums in München solle bis Februar 2017 abgeschlossen sein, teilte IBM weiter mit. Der Konzern hatte die Eröffnung des Zentrums in München 2015 angekündigt. Kunden, Start-ups, Partner, Universitäten und Forschungseinrichtungen sollen dort Zugang zur Watson-Plattform bekommen. Sie können damit neue Geschäftsmodelle, Lösungen und Services erproben.

Innerhalb des ersten Jahres will IBM zunächst 700 Mitarbeiter an dem Standort beschäftigen. Insgesamt sind bis zu 1000 Stellen für Entwickler, Berater und Designer geplant. Eine weitere Watson-Zentrale hatte IBM in New York eröffnet. Insgesamt will das Unternehmen rund drei Milliarden Dollar in das Thema Internet der Dinge investieren.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.