Scheidender Vorstandschef Herbert Hainer verheißt Adidas starke Zukunft
„2016 wird Jahr der Rekorde sein“

Ende September gibt Herbert Hainer den Chefposten bei Adidas auf. Archivbild: dpa

Herzogenaurach. Der scheidende Adidas-Chef Herbert Hainer hat nach einem starken ersten Halbjahr dem Sportartikel-Konzern eine starke Zukunft verheißen. "Wir sind in Top-Top-Form. 2016 wird ein Jahr der Rekorde sein. In den kommenden Jahren werden wir weiter wachsen. Und wir werden unsere Profitabilität auf neue Rekordhöhe steigern", prognostizierte Hainer am Donnerstag optimistisch. Der Manager wird das Unternehmen Ende September an seinen Nachfolger Kasper Rorsted übergeben.

Im zweiten Quartal profitierte Adidas auch vom kräftigen Rückenwind der Fußball-EM. Neben den Produkten für den Fitness- und Laufsport waren zwischen April und Juni vor allem Adidas-Fußballprodukte stark gefragt. Auch vom Nostalgie-Trend profitierte das Unternehmen: Immer mehr Kunden hätten zuletzt nach Adidas-Schuhen im Design der 1970er und 1980er gegriffen, berichtete der Vorstand. Gut gelaufen seien auch die unter der Marke Adidas Neo angebotenen Sport-Lifestyle-Produkte. Entsprechend stark sei der weltweite Umsatz in dem Zeitraum gestiegen - nämlich um 13,2 Prozent auf 4,422 Milliarden Euro. Belastet hätten den Erlös Währungsschwankungen. Für die starke Umsatzdynamik hätten - mit Ausnahme von Russland und den GUS-Staaten - alle Weltregionen beigetragen.

Unter dem Strich blieben dem Konzern im zweiten Quartal 291 Millionen Euro; der Konzerngewinn habe sich damit im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal fast verdoppelt. Ohne Sondereffekte - wie die Einmalerträge im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung des Sponsorvertrags mit dem englischen Premiere-League-Team FC Chelsea - hätte der Konzerngewinn etwa auf Vorjahres-Niveau verharrt. Belastet hätten den Gewinn im zweiten Quartal unter anderem hohe Marketingkosten im Zusammenhang mit der Fußball-EM.

Im ersten Halbjahr summierte sich der Gewinn damit auf 642 Millionen Euro, ein Plus im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015. Allerdings sorgen auch hier die Einmaleffekte des zweiten Quartals für ein etwas verzerrtes Bild. Der Umsatz kletterte in den ersten sechs Monaten um 15 Prozent auf 9,191 Milliarden Euro.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.