Schuld und Schrecken

Zum Ukraine-Konflikt schreibt ein Leser:

Wie auch immer dieser Konflikt endet, es müssen wichtige Lehren daraus gezogen werden und man muss Schuld anerkennen. Es war die Hybris der Supermacht USA, die nach dem Zerfall der UdSSR der Großmacht Russland mittels der Nato-Osterweiterung gefährlich nahe rückte.

Der Gipfel der Demütigungen war erreicht, als die sogenannte "Orangene Revolution" von 2004 in der Ukraine von einem US-Milliardär finanziert und gesteuert wurde sowie der Planung von Raketenstationierungen in Ostpolen Jahre später.

Es war die Schwäche der europäischen Nato-Mitglieder, diesen Vorhaben nicht entgegen getreten zu sein. Es war die "USA-Hörigkeit" vieler ehemaligen Trabanten-Staaten der UdSSR, allen voran Polen und das Baltikum, die sich zusätzlich als Provokation erwies.

Sollten die Verhandlungen zur Eindämmung der Krise erfolglos bleiben und es zu Waffenlieferungen seitens der USA an die Ukraine kommen, droht ein Stellvertreterkrieg zwischen der USA-geführten Nato und der russischen Armee mitten in Europa! Dieses Szenario sollte Europa und der Ukraine erspart bleiben.

Es war das sogenannte Gleichgewicht des Schreckens, das Abschreckungspotenzial der Atommächte, das die Supermächte des Kalten Krieges daran hinderte, eine bedrohliche Situation eskalieren zu lassen. Bleibt zu hoffen, dass eben genannte Strategie weiterhin funktioniert.

Alfred Kick,92648 Vohenstrauß
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