Schwacher Euro sorgt für Umsatzplus
Rückstellungen drücken Gewinn von Schaeffler

Wachsendes Kerngeschäft und ein schwacher Euro verschafft Schaeffler ein Umsatzplus. Doch das kam bei den Erlösen nicht an. Archivbild: dpa

Herzogenaurach. Das Geschäft mit der Autoindustrie läuft beim Wälzlagerhersteller Schaeffler weiter rund. Dank des wachsenden Kerngeschäfts und des schwachen Euro konnte der Konzern 2015 auch die Schwäche im Industriegeschäft ausbügeln. Insgesamt sei der Umsatz im Jahresvergleich um 9,1 Prozent auf 13,23 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Unter dem Strich kam das Umsatzwachstum nicht an, weil Schaeffler im Dezember 238 Millionen Euro für mögliche Schadenersatzansprüche in einem Kartellverfahren zurücklegte. Außerdem wurden für den Konzernumbau im schwächelnden Industriegeschäft Rückstellungen von 36 Millionen Euro gebildet. Der Konzerngewinn schrumpfte um 9,6 Prozent auf 591 Millionen Euro. Ende 2015 beschäftigte Schaeffler 84 200 Mitarbeiter, rund 1900 mehr als ein Jahr zuvor.

Die Staatsanwaltschaft Würzburg ermittelt wegen Bestechung im geschäftlichen Verkehr, Untreue und Steuerhinterziehung gegen ehemalige Manager des Konzerns. Zu diesen gehört auch der Ex-Schaeffler-Chef Jürgen Geißinger, jetzt Vorstandschef des Windkraftanlagenherstellers Senvion. Laut Angaben seines Sprechers stellt Geißinger fest, dass er die Vorfälle aufgeklärt habe. Er stehe nicht im Fokus der Ermittlungen und soll auch selbst keine Bestechungszahlungen vorgenommen haben. Es geht um Schmiergeldzahlungen einer Tochtergesellschaft in der Türkei.
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