Siemens eröffnet neue Konzernzentrale in München
Bekenntnis zu Europa

Der Vorstandsvorsitzende von Siemens, Joe Kaeser während der Eröffnung der neuen Konzernzentrale. An der Wand hinter ihm eine Abbildung des Neubaus von oben. Bild: dpa

München. Mit einem Bekenntnis zu Europa hat Siemens-Chef Joe Kaeser die neue Zentrale des Konzerns in München eröffnet. "Europa ist längst eine Selbstverständlichkeit der modernen Zivilisation geworden, und das ist gut so", sagte Kaeser am Freitag. Gerade in einer Zeit, in der Weltoffenheit und Toleranz von manchen in Frage gestellt werde, sei es Siemens wichtig, ein einladendes neues Haus für Mitarbeiter und Besucher aus aller Welt zu bieten. Europa werde sich durch das Votum der Briten verändern und Großbritannien auch, sagte Kaeser weiter. Für Siemens selbst dürften die Auswirkungen überschaubar bleiben, erwartet Kaeser. "Wir haben seit jeher eine starke Wertschöpfung vor Ort."

Zur Eröffnung wollten auch Siemens-Beschäftigte mehrerer Standorte in Bayern mit einer Postkarten-Aktion auf ihre Sorgen um die Arbeitsplätze aufmerksam machen. Kaeser hatte angekündigt, in der Antriebssparte rund 2500 Jobs zu streichen oder zu verlagern. Betroffen ist vor allem Bayern und hier die Standorte Nürnberg, Ruhstorf nahe Passau und Bad Neustadt/Saale. Kaeser erklärte am Rande des Festaktes, dass man die Menschen "nicht alleine lassen" werde. Bisher laufen noch keine offiziellen Verhandlungen zu den geplanten Einschnitten.
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