Sneaker als Fußbekleidung für die ganze Familie im Einsatz
Steile Karriere für den Turnschuh

Bequeme Schuhe werden im Frühjahr/Sommer 2017 zum Trend für alle Lebenslagen. Im Angebot sind auch Metallic-Modelle von "dezent schillernd" bis "mega-glitzernd" sagt Claudia Schulz, Trendexpertin des Deutschen Schuhinstituts. Zu sehen sind die neuen Modelle derzeit auf der Messe GDS in Düsseldorf. Bild: dpa

Düsseldorf. Sneaker werden nach Einschätzung des Deutschen Schuhinstituts jetzt "generationsübergreifend gesellschaftsfähig". Die Schuhe seien mittlerweile als Fußbekleidung für die ganze Familie im Einsatz, von den Jüngsten bis hin zu den Senioren, berichtet die Trendexpertin des Deutschen Schuhinstituts Claudia Schulz zum Start der bis Donnerstag laufenden Internationalen Schuhmesse GDS am Dienstag in Düsseldorf. Dabei habe der Trend meist mehr mit sportlichem Aussehen als mit sportlichem Einsatz zu tun, meint Schulz.

Nach dem bereits mehrere Jahre andauernden Sneaker-Boom sei Bequemlichkeit für viele Schuhkäufer zur Selbstverständlichkeit geworden. Die Leute seien verwöhnt und wollten sich nicht in harte Lederschuhe zwängen, beschreibt Schulz die Entwicklung. Auch in vielen Büros hätten Sneaker die klassischen Businessschuhe verdrängt und würden auch mit dem Anzug kombiniert. Gefragt seien dabei jedoch eher dezente Varianten. Flache Ballerinas und Stiefeletten sollten dagegen besser aus dem Schuhschrank verbannt werden. Deutlich punkten könnten dagegen Pantoletten oder Espandrilles im mediterranen Stil. Wer als Mann die Sneaker einmal stehen lassen wolle, könne auch in Herren-Pantoletten schlüpfen und damit nach Einschätzung von Schulz einen "lässigen" Eindruck hinterlassen. In den ersten sechs Monaten 2016 ist der Umsatz im Schuheinzelhandel um rund zwei Prozent auf 6,4 Milliarden Euro gesunken. Wegen des Wetters hätten Kunden bisher viele Saison-Schuhe in den Ladenregalen stehen lassen, teilte der Bundesverband des Deutschen Schuheinzelhandels am Dienstag mit. Der Winter sei zu mild gewesen, das Frühjahr zu nass. Betroffen sei vor allem der Schuhfachhandel mit einem Minus von drei Prozent im Vergleich zu dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Online-Handel legte dagegen zu.
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