Staat stockt für bis zu 1,23 Milliarden Euro Anteil am Autobauer Renault auf
Französische Regierung vergrößert Einfluss

Gemeinsam im Auto: Der französische Präsident François Hollande (links) und Carlos Ghosn, Vorstandschef von Nissan-Renault, auf dem Pariser Autosalon. Archivbild: dpa
Die französische Regierung baut ihre Stellung beim Autobauer Renault aus. Der bisherige Anteil von 15 Prozent am zweitgrößten französischen Autobauer werde deswegen um gut 4,7 Prozent aufgestockt, teilte das Finanz- und Wirtschaftsministerium am Mittwoch in Paris mit. Dafür will der Staat bis zu 1,23 Milliarden Euro bezahlen.

Die Regierung verwies auf eine französische Regelung, wonach Stimmrechte sich verdoppeln, wenn Anteile für mehr als zwei Jahre gehalten werden. Diese Regelung kann allerdings von einer Hauptversammlung gekippt werden. Die Anteilseigner von Renault kommen am 30. April zur jährlichen Hauptversammlung zusammen. Dort liegt den Angaben zufolge bereits ein Antrag gegen die Regelung für doppeltes Stimmrecht vor. 2014 hatte die Wirtschaftskrise in Russland tiefe Spuren bei Renault hinterlassen. Nach dem Einbruch des Markts fiel aus der Beteiligung am größten dortigen Autobauer Avtovaz ein Verlust von 182 Millionen Euro an. Weil aber unter anderem die Billigmarke Dacia auf Wachstumskurs blieb und Renault die Kosten drücken konnte, stieg der operative Konzerngewinn um 30 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieben dank der Beteiligung am japanischen Partner Nissan 1,9 Milliarden Euro Gewinn.
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