Stand der Einheit: Ostdeutschland holt bei der Wirtschaftskraft kaum noch auf
Westen bleibt stärker

25 Jahre nach der Wiedervereinigung holt Ostdeutschland nach Einschätzung der Bundesregierung den noch bestehenden Abstand zur Wirtschaftskraft im Westen kaum mehr auf. Im Entwurf ihres Jahresberichts zum Stand der Deutschen Einheit zeichnet die Bundesregierung ein geteiltes Bild des Erreichten, wie die "Sächsische Zeitung" berichtet. Der Jahresbericht soll am Mittwoch vorgestellt werden. Ostdeutschland hat demnach seine Wirtschaftskraft seit 1990 zwar beachtlich gesteigert, hole aber kaum mehr auf. Sie liege seit Jahren etwa ein Drittel unter der des Westens. Als Gründe würden die weiter kleinteilige Wirtschaftsstruktur, die niedrigere Exportquote und zu wenig von Firmen getragene Forschung genannt. Laut den Angaben liegt die Wirtschaftsleistung Ostdeutschlands inklusive Berlin bei rund 71 Prozent des Westniveaus, ohne Hauptstadt nur bei 67 Prozent. Auch die Arbeitsproduktivität erreicht nur 71 Prozent des Westwertes, mit Berlin immerhin fast Dreiviertel. Zudem gebe es deutliche Unterschiede bei Löhnen und Gehältern. Der Arbeitsmarkt im Osten Deutschlands habe sich zwar gut entwickelt, die Arbeitslosenquote liege mit 9,8 Prozent gegenüber 5,9 Prozent in Westdeutschland immer noch viel zu hoch.
Weitere Beiträge zu den Themen: Dresden (210)September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.