Start der Sanierungsarbeiten für Allee-Tiefgarage verschoben
Dauerparkern zu spät gekündigt

Die Sanierungsarbeiten beginnen in acht Tagen. Darum müssen alle Autos raus. Ab 1. Februar ist auch die untere Etage der Allee-Tiefgarage gesperrt. Der Innenstadt fehlen damit insgesamt 400 Parkplätze. Bild: Steinbacher
Weiden. (wd) Ab Februar ist die Allee-Tiefgarage autofreie Zone. Definitiv. Alle Fahrzeuge müssen draußen sein. Doch ist das noch zu schaffen? Die Stadtverwaltung hat vergessen, den "Abonnement-Parkern" rechtzeitig zu kündigen. Durch dieses "Versehen" verschiebt sich der Beginn der Sanierungsarbeiten um einen Monat.

Laut der Verträge vom Herbst 2014 sollte die Stadtbau-Tochter WGS die Allee-Tiefgarage zum Jahreswechsel "mieterfrei" übernehmen. WGS-Geschäftsführer Günther Kamm wollte noch im Januar mit der Sanierung beginnen, sprich die Sprinkler-Anlage ausbauen. Die Vertragspartner gingen offenbar davon aus, dass jeweils der andere den 120 "Dauerparkern" kündigt, die für 50 Euro (plus Mehrwertsteuer) ihre Autos im Untergeschoss abstellen.

Um Ersatz bemüht

Erst spät bemerkte die Stadt, dass sie bei der Kündigung am Zug war. Noch am Mittwoch waren nicht alle Parker darüber informiert, dass auch für sie in acht Tagen die Allee-Tiefgarage tabu ist. Die meisten Dauer-Parker, weiß Kamm, hätten sich inzwischen selbst um Ersatz-Parkplätze in den Parkdecks in der Friedrich-Ebert-Straße und in den Naabwiesen gekümmert oder sich einen der raren und damit teuren privaten Stellplätze in der Innenstadt gesichert.

Jeder Tag, an dem das Bauwerk nicht voll benützt werden kann, kostet die WGS teure Betriebsausgaben, die Kamm auf 15 000 Euro pro Monat beziffert. Die Einnahmen bleiben weit dahinter, da seit der Schließung der oberen Etage nur die Hälfte der 400 Plätze belegt werden kann. "Warten ist eine reine Geldvernichtungsaktion. Die Kosten laufen uns davon." Zum 1. Februar werde die Tiefgarage komplett "vom Netz" genommen. "Wir hoffen, dass dann wirklich alle Autos draußen sind. Wir brauchen den Platz und die Spielräume." Wo nur irgend möglich würden ab Februar möglichst viele Arbeiten parallel erledigt, um den knappen Zeitplan bis zum Weihnachtsgeschäft 2015 einhalten zu können. "Das wird eine echte Herausforderung." Kamm versichert, dass die WGS keine Erhöhung der Parkgroschen in der Tiefgarage plant, sondern sich eng an die städtischen Parkgebühren hält.

Gut vier Millionen Euro muss die WGS in den nächsten neun Monaten investieren, um die marode Zwischendecke zu sanieren, das Bauwerk zu ergänzen und mit moderner Technik auszustatten.
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