Steag will fünf Steinkohle-Blöcke stilllegen
Aus für Kraftwerke

Das Heizkraftwerk Herne der Steag am Rhein-Herne-Kanal. Bild: dpa

Essen. Der Energiekonzern Steag meldet wegen der niedrigen Börsenstrompreise fünf Steinkohle-Kraftwerksblöcke zur Stilllegung an. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch in Essen mit. Betroffen seien in der Folge mehrere Hundert Arbeitsplätze, erklärte der Konzernbetriebsratsvorsitzende Ralf Melis.

Abgeschaltet werden demnach drei Blöcke in Voerde am Niederrhein und in Herne sowie die beiden Anlagen Weiher und Bexbach im Saarland. Steag hatte im September ein Spar- und Zukunftsprogramm vorgestellt, das den Abbau von 800 bis 1000 Stellen sowie unter anderem mehr Investitionen in erneuerbare Energien vorsieht. Es gebe bereits einen Sozialplan mit dem Ziel eines sozialverträglichen Abbaus ohne betriebsbedingte Kündigungen, sagte Melis. 2015 hatte das Unternehmen, das einem Stadtwerkeverbund im Ruhrgebiet gehört, mit knapp 6000 Mitarbeitern rund 3,6 Milliarden Euro Umsatz und fast 400 Millionen Euro betrieblichen Gewinn (Ebitda) erwirtschaftet. Abgeschaltet werden sollen nun rund 2500 Megawatt Steinkohle-Kapazität - so viel wie etwa zwei moderne Atomkraftwerke erzeugen.
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