Stichtag 1. Oktober

Zum 1. Oktober wird in Deutschland die Lkw-Maut ausgeweitet. Bisher waren auf Autobahnen und bestimmten Bundesstraßen alle Lkw mautpflichtig, die mit Anhänger mindestens 12 Tonnen wiegen. Ab heute sinkt diese Grenze auf 7,5 Tonnen. Bild: dpa

Mehr Geld für die Straße: Ab heute müssen Speditionen, Handwerker und andere Betriebe für viele Tausende kleinere Lastwagen die Lkw-Maut zahlen. Und es gibt weitere Änderungen.

Zwei weitere Branchen bekommen mit dem heutigen 1. Oktober einen Mindestlohn. Außerdem gibt es Verbesserungen bei der Förderung energieeffizienten Bauens. Die Änderungen Im Überblick:

Lkw-Maut: Sie wird auf leichtere Lastwagen ausgeweitet. Bisher waren auf Autobahnen und bestimmten Bundesstraßen alle Lkw mautpflichtig, die mit Anhänger mindestens 12 Tonnen wiegen - nun sinkt diese Grenze auf 7,5 Tonnen. Der Betreiber Toll-Collect rechnet damit, dass dadurch etwa 250 000 Fahrzeuge im In- und Ausland neu dazukommen. Nicht nur bei Speditionen: Auch Handwerker und Betriebe im Garten- oder Landschaftsbau sind betroffen.

Für die automatische Abrechnung über ein Satellitensystem müssen die Fahrzeuge mit einem speziellen Bordgerät ausgestattet sein. Oder die Fahrer zahlen die Maut vor jeder Fahrt übers Internet oder Terminals an den Strecken. Auch die Mautsätze werden neu gestaffelt. Das Verkehrsministerium erwartet sich davon Mehreinnahmen von 300 Millionen Euro im Jahr.

Mindestlohn: In Pflegebranche und Abfallwirtschaft gilt ab heute ein bundesweiter Mindestlohn. Pflegekräfte bekommen pro Stunde 9,40 Euro im Westen und 8,65 Euro im Osten. Dieser Satz steigt bis Januar 2017 in zwei Stufen auf 10,20 Euro im Westen und 9,50 Euro im Osten. Die 180 000 Beschäftigten bei Straßenreinigung, Entsorgern und Winterdiensten bekommen zunächst 8,94 Euro pro Zeitstunde, ab Jahresbeginn 2016 dann 9,10 Euro. In Deutschland gilt seit Anfang 2015 der gesetzliche Mindeststundenlohn von 8,50 Euro brutto.

Energiesparen: Kommunen, soziale Einrichtungen und kommunale Unternehmen können künftig energieeffiziente Neubauten über die KfW-Bankengruppe fördern lassen. Die bereits bestehende Förderung der energetischen Sanierung von Nichtwohngebäuden wird in diesem Bereich verbessert. Zum Beispiel können für Einzelmaßnahmen Tilgungszuschüsse von fünf Prozent in Anspruch genommen werden.
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