Strafprozess gegen Ex-Porsche-Chef wegen gescheitertem VW-Deal

Im Strafprozess um die gescheiterte Übernahme von VW haben Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und sein ehemaliger Finanzvorstand Holger Härter am Donnerstag vor dem Stuttgarter Landgericht alle Vorwürfe zurückgewiesen. "Ich habe mir in der Sache nichts vorzuwerfen und bin davon überzeugt, von den haltlosen Vorwürfen freigesprochen zu werden", sagte Wiedeking. Der 63-Jährige und Härter (59) sind wegen Marktmanipulation angeklagt. Sie sollen 2008 verschleiert haben, beim Branchenriesen VW eine Dreiviertelmehrheit von Porsche angestrebt zu haben. Dadurch hätte Porsche massiven Einfluss auf die VW-Führung haben können. Der Plan scheiterte, Volkswagen drehte den Spieß um und machte den hoch verschuldeten Sportwagenbauer Porsche zu seiner Firmentochter. Der Prozess soll bis Januar abgeschlossen werden. Sollten die beiden ehemaligen Top-Manager wegen Marktmanipulation verurteilt werden, droht ihnen eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Dies gilt aber als unwahrscheinlich. Nach Einschätzung von Juristen müssen sie allenfalls eine Geldstrafe befürchten. (dpa)
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