Straßburg: Mehr Einfluss für Aktionäre

Aktionäre sollen nach dem Willen des Europaparlaments bei Managergehältern mitreden dürfen. Multinationale Unternehmen sollen Informationen zu Gewinnen und Steuern je nach Ländern offenlegen. Diese beiden Forderungen gehören zur Neuregelung der sogenannten Aktionärsrechte-Richtlinie, für die die Mehrheit der Europaparlamentarier am Mittwoch stimmte. Die Aktionäre sollen das Recht bekommen, mindestens alle drei Jahre über den Rahmen von Managergehältern abstimmen zu dürfen. Diese sollen nicht konkret gedeckelt werden, vielmehr geht es um die Kriterien der Vergütung. Für Deutschland ändert sich durch ein solches Gesetz nichts, da Mitglieder der Unternehmensleitung börsennotierter Konzerne bereits verpflichtet sind, ihre Vergütungen offenzulegen. Hauptversammlungen stimmen außerdem über die Vergütungen ab. Noch ist nicht absehbar, wann dieses Gesetz in Kraft treten kann.
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