Streik bei Lufthansa geht heute weiter

Am Freitag gab es in Frankfurt auch eine Protestkundgebung der Gewerkschaft Ufo. Bild: dpa

Lufthansa-Passagieren droht eine ungemütliche Woche. Die Flugbegleiter haben ihren Streik begonnen, der bis nächsten Freitag dauern soll. Bislang spricht nichts für ein schnelles Ende.

Die Flugbegleiter der Lufthansa setzen ihren Streik an diesem Samstag am Drehkreuz Frankfurt und in Düsseldorf fort. Sie seien von 6 Uhr bis 23 Uhr zur Arbeitsniederlegung aufgerufen, teilte die Gewerkschaft Ufo am Freitag in Frankfurt mit. In Düsseldorf sollen - anders als in Frankfurt - auch Langstrecken-Verbindungen betroffen sein. In Frankfurt sollen Langstreckenflieger aber abheben können und eventuell am Freitag in Frankfurt gestrandete Transit-Passagiere an ihre Zielorte bringen. In München müssen Lufthansa-Passagiere ab Montag mit Streiks rechnen. Für diesen Sonntag hat Ufo eine bundesweite Pause des Ausstands ausgerufen.

Streit um die Renten

Die Tarifverhandlungen für die Stewardessen und Stewards ziehen sich seit zwei Jahren hin. Strittig sind vor allem die komplexen Regelungen zu Betriebs- und Übergangsrenten von rund 19 000 Flugbegleitern. Die Lufthansa hatte nach der ersten Streikankündigung für Freitag 290 Flüge vor allem ab Frankfurt gestrichen. Auch in Düsseldorf gibt es Ausfälle.

Die Ausfälle am Freitag entsprechen gerechnet auf die gesamte Lufthansa-Gruppe nur knapp zehn Prozent der für diesen Tag geplanten 3000 Flüge. Ufo hat aber nur die Flugbegleiter der Muttergesellschaft Lufthansa, die rund 1800 Verbindungen täglich fliegt, zum Streik aufgerufen. Die konzerneigenen Gesellschaften Swiss, AUA, Germanwings und Eurowings sind nicht von dem Arbeitskampf betroffen. Auf dem Flughafen München herrschte am Freitag wegen des Streiks nicht weniger, sondern mehr Betrieb: "Wir haben vier Langstrecken-Maschinen aus Asien, die in Frankfurt landen sollten, nach München umgeleitet", sagte Lufthansa-Sprecherin Bettina Rittberger. Von hier aus könnten die Umsteiger auch zu ihren eigentlichen Zielorten weiterfliegen. In München sind 5000 der 19 000 Lufthansa-Flugbegleiter stationiert.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.lufthansa.com
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