Streit um verzögerte Lieferung
Bombardier zahlt Bahn Schadenersatz

Ein Doppelstockwagen für die Deutsche Bahn steht in einer Werkhalle des kanadischen Schienenfahrzeugherstellers Bombardier in Bautzen (Sachsen). Bild: dpa

Berlin. Die Deutsche Bahn und der Zughersteller Bombardier haben ihren Streit um die verzögerte Lieferung von Doppelstockwagen beigelegt. Bombardier zahle eine Entschädigung in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags, weil die bestellten Züge mitunter mit mehr als zweijähriger Verspätung geliefert worden seien, teilte die Bahn am Dienstag mit.

Die Bestellung der Bahn bei Bombardier aus dem Jahr 2010 umfasst 569 Doppelstockwagen des Typs "Dosto 2010" und 132 Lokomotiven für insgesamt 1,75 Milliarden Euro. Die Züge werden den Angaben nach erst seit Dezember vergangenen Jahres geliefert, teils über zwei Jahre später als vertraglich vereinbart.

Heute sind rund 180 Wagen aus der Serie im Nah- und Fernverkehr im Einsatz - wegen diverser Mängel mitunter aber nicht zur Zufriedenheit der Bahn. So war auf einer Strecke auf bestimmten Abschnitten ein Wanken der Doppelstockzüge bemerkt worden. Zudem gab es Funktionsstörungen an den Türen. Auf der Strecke Köln-Leipzig-Dresden wurde der Einsatz der Wagen um rund zehn Monate verschoben - ebenfalls wegen technischer Probleme. Nach Informationen der "Welt" verlangt die Bahn auch für dadurch entstandene Störungen und Ausfälle Schadenersatz.
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