Studie: Viele Lehrlinge leben ungesund

Viele Auszubildende in Deutschland leben einer Umfrage zufolge ungesund. Entsprechend schlecht ist ihre gesundheitlichen Verfassung. Ein Drittel der Auszubildenden berichte über häufig auftretende körperliche und psychische Beschwerden. Dies geht aus einer AOK-Befragung von Auszubildenden zu ihrer Gesundheit hervor, die am Montag vorgestellt wurde.

Gesundheitsgefährdendes Verhalten wie wenig Bewegung, schlechte Ernährung, wenig Schlaf, zu viel Zeit vor Fernseher, Computer oder Smartphone ist bei jedem fünften Auszubildenden zu beobachten. Bei fast jedem zehnten Befragten treten gesundheitliche Beschwerden und gesundheitsgefährdendes Verhalten gleichzeitig auf, so die Studie. Bei den psychischen Symptomen wurden "Müdigkeit, Mattigkeit, Erschöpfung" von 36 Prozent genannt. Das ist mit Abstand der höchste Wert gefolgt von "Lustlosigkeit, ausgebrannt sein" (15,1 Prozent). Bei den körperlichen Symptomen wurden zuerst "Kopfschmerzen" (25,7 Prozent), "Verspannungen, Verkrampfungen" (22,1 Prozent) und "Rückenschmerzen" (21,1 Prozent) angesprochen.

Ein Ergebnis der Befragung ist, dass der Krankenstand bei den Azubis in Berlin bei 6,3 Prozent liegt, in Bayern nur bei 3,4 Prozent. Ein möglicher Grund hierfür ist, dass es in Berlin viel Gastronomie gibt. In dieser Branche sind die Belastungen für die Beschäftigten hoch. Hinzu kommt, dass in Berliner Milieus sehr viele bei der AOK versichert sind.
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