Studie: Zulassungen von Elektro-Autos noch immer zu wenig - Ziele nicht erreichbar
Kaum Spannung in den Zahlen

Das politische Ziel, mehr per Steckdose ladbare Elektroautos hierzulande auf die Straße zu bringen, ist einem Experten zufolge nur noch Träumerei. "Das Kanzlerwort von einer Million Elektroautos im Jahre 2020 ist definitiv nicht erreichbar. Wenn man es trotzdem behauptet, sagt man bewusst die Unwahrheit", sagte Ferdinand Dudenhöffer vom Car-Institut der Universität Duisburg-Essen am Dienstag zu einer bis 2011 zurückreichenden Marktanalyse. Laut Dudenhöffer schwächelt sowohl der Neuverkauf rein elektrischer Batterie-Fahrzeuge als auch sogenannter Plug-in-Hybride, die normale Verbrenner mit Elektro-Antrieben verbinden und deren Batterien sich per Steckdose aufladen lassen. Laut Kraftfahrtbundesamt stagnierte der Anteil alternativer Antriebe am Pkw-Bestand 2014 im Vergleich zum Vorjahr bei 1,6 Prozent. Jedoch stellt darunter Flüssiggas mit knapp 500 000 Wagen nach wie vor den mit Abstand größten Anteil. Auch wenn Hybride mit 107 754 Einheiten im gesamten Bestand und Elektroantriebe mit 18 948 Fahrzeugen zuletzt auf sehr niedrigem Niveau kräftig zulegten, bleiben sie angesichts der rund 62,4 Millionen Wagen im gesamten Fahrzeugbestand praktisch unsichtbar. Ein Großteil der Elektroauto-Fahrer in Deutschland lebt der Studie zufolge in der Kleinstadt oder auf dem Land. Mehr als die Hälfte der privaten Nutzer von E-Autos wohnt demnach in Gemeinden von weniger als 20 000 Einwohnern.
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