S&K-Skandal: Vorwürfe gegen TÜV Süd

Bei den Ermittlungen um Anlagebetrügereien um das Immobilienunternehmen S&K stehen Mitarbeiter des TÜV Süd unter dem Verdacht der Beihilfe. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittele gegen mehrere TÜV-Beschäftigte, teilte am Mittwoch eine Justizsprecherin mit. S&K hatte für seine mutmaßlich betrügerischen Immobilienzertifikate mit einem TÜV-Siegel geworben. Laut Staatsanwaltschaft hat der TÜV Süd rund 90 000 Euro Honorar für Dienstleistungen erhalten, deren Umfang aber umstritten ist. Man habe lediglich im Rahmen eines internen Audits die Grundstücksgeschäfte anhand vorgelegter Dokumente erfasst und explizit kein Wertgutachten erstellt, erklärte eine TÜV-Sprecherin. Man habe auch kein Zertifikat oder Prüfzeichen erteilt, das nach außen hätte verwendet werden dürfen. Doch genau damit hätte der TÜV schon angesichts der Höhe des Honorars rechnen müssen, sagt die Oberstaatsanwältin Doris Möller-Scheu.
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