"Tagelöhnerei" bei Putz-Portalen

Der Verband der Gebäudereiniger hat Online-Putzportale wie Helpling, Homejoy oder Book-a-Tiger wegen der Arbeitsbedingungen der vermittelten Beschäftigten scharf kritisiert. Der Geschäftsführer der Bundesinnung der Branche, Johannes Bungart, sagte der "Wirtschaftswoche": "Anbieter arbeiten mit sogenannten Selbstständigen und umgehen so Tarifverträge und den Mindestlohn."

Bei Preisen von 12 bis 13 Euro pro Stunde gingen 20 Prozent Provision ab, rechnete Bungart vor. Gleichzeitig müsse der "sogenannte Selbstständige" die Kosten für Krankenkasse, Rente, Versicherungen, Reinigungsmittel, Fahrtkosten und Ausfallzeiten selbst aufbringen.

Helpling verteidigte sich gegen die Kritik des Verbandschefs. "Wir arbeiten in einem Markt, der immer noch zu 90 Prozent von Schwarzarbeit dominiert wird", sagte Mitgründer Benedikt Franke in Berlin. Es gehe darum, "haushaltsnahe Dienstleistungen zu professionalisieren und zu legalisieren".
Weitere Beiträge zu den Themen: Bonn (591)Düsseldorf (827)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.