Takata-Chef entschuldigt sich für Massen-Rückrufe
Bitte um Verzeihung

Shigehisa Takada, Chef des Airbag-Herstellers Takata. Bild: dpa
Der Chef des japanischen Autozulieferers Takata hat sich erstmals für das Rückruf-Desaster um defekte Airbags entschuldigt. "Ich möchte jenen mein Beileid aussprechen, die ihr Leben verloren haben", sagte Shigehisa Takada bei einem ersten öffentlichen Auftritt seit der Verschärfung der Krise 2014. Die Airbags des Unternehmens sind ein Dauerproblem für die gesamte Autobranche: Es besteht die Gefahr, dass sie unvermittelt auslösen.

Besonders betroffen ist Toyota. Der Autobauer kündigte nach Angaben vom Freitag eine freiwillige Ausweitung seiner Rückrufaktion von Fahrzeugen mit Takata-Airbags in Europa an. Untersucht werden müssten Gasgeneratoren in Beifahrer-Airbags von europaweit rund 1,7 Millionen Wagen der Baujahre 2003 bis 2008, sagte ein Sprecher von Toyota Deutschland in Köln. Bei den Airbags kann es zu einer Explosion kommen, wobei Teile der Metallverkleidung durch den Innenraum des Autos geschleudert werden. Mittlerweile werden acht Todesfälle mit diesem Problem in Zusammenhang gebracht.

Er bedauere den großen Ärger, den sein Unternehmen verursacht habe, sagte Takada laut japanischen Medienberichten. Er konzentriere sich darauf, dem Airbag-Problem auf den Grund zu gehen und die "nötigen Maßnahmen zu ergreifen, die Sicherheit zu gewährleisten", versprach der Chef des weltweit zweitgrößten Airbag-Herstellers.
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