Tarifabschluss steht: 2,8 Prozent mehr Geld - Verschiebung der Erhöhung möglich
Die Chemie stimmt wieder

Hand drauf: Die Präsidentin des Arbeitgeberverbands BAVC, Margret Suckale (links), Hans-Carsten Hansen vom BAVC-Vorstand (Zweiter von links), Peter Hausmann vom Bundesvorstand der Gewerkschaft IG BCE und der Gewerkschaftsvorsitzende Michael Vassiliadis (rechts) nach der Einigung. Bild: dpa
Nach zähem Ringen ist im Tarifkonflikt der Chemieindustrie der Durchbruch gelungen. Die rund 550 000 Beschäftigten der Branche in Deutschland bekommen 2,8 Prozent mehr Lohn. Das teilten Gewerkschaft und Arbeitgeberverband am Freitag in Stuttgart mit. Außerdem zahlen die Arbeitgeber in den kommenden Jahren kräftig in den sogenannten Demografiefonds ein, mit dem Betriebe etwa Maßnahmen zur Altersvorsorge oder Altersteilzeit finanzieren können.

Die Verhandlungen verliefen diesmal für die Branche verhältnismäßig schwierig. Drei Verhandlungsrunden auf Bundesebene waren zuletzt vor zehn Jahren notwendig. Bis zum Schluss wurde auf Gewerkschaftsseite auch ein Arbeitskampf nicht ausgeschlossen. Am Ende habe sich aber wieder gezeigt, dass die Sozialpartnerschaft stark sei, sagte Chemie-Arbeitgeberpräsidentin Margret Suckale. "Es gibt extrem stabile Nylonfäden in der Chemie", sagte der IG-BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis.

Die Tariferhöhung greift ab dem 2. Monat der 17 monatigen Laufzeit. Für Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten kann sie zwei weitere Monate nach hinten geschoben werden. Ausgehandelt wird das mit den jeweiligen Arbeitnehmervertretern vor Ort Die Entgelterhöhung tritt regional unterschiedlich in Kraft: In den Tarifbezirken Nordrhein, Rheinland-Pfalz und Hessen am 1. April, einen Monat später in Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen/Bremen, Schleswig-Holstein/Hamburg sowie Berlin, im Saarland und in Nordost am 1. Juni.
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