Tarifbindung zahlt sich für Beschäftigte aus

Arbeitnehmer in nicht tarifgebundenen Industrie-Unternehmen verdienen einem Zeitungsbericht zufolge rund ein Fünftel weniger als ihre Kollegen in Unternehmen mit Tarifbindung. Das berichtete die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" (Dienstagsausgabe). Die Zeitung beruft sich auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion.

Demnach war der Bruttomonatsverdienst ohne Sonderzahlungen für einen vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer im produzierenden Gewerbe im Jahr 2010 um 21,2 Prozent geringer, wenn der Betrieb nicht tarifgebunden war, heißt es darin. 1995 habe die Gehaltsdifferenz bei lediglich 14,9 Prozent gelegen. Nur noch 52 Prozent der Beschäftigten im Westen Deutschlands hatten 2013 einen tarifgebundenen Arbeitsplatz. 1996 seien es noch 70 Prozent gewesen. Im Osten Deutschlands habe sich der Anteil der Arbeitnehmer mit Tarifvertrag von 56 Prozent im Jahr 1996 auf 35 Prozent im Jahr 2013 verringert.
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