Tarifverhandlungen
Mehr als 20 000 bayerische Metaller im Warnstreik

Nicht nur in Bayern waren die Metaller auf der Straße: Eine Kundgebung der Gewerkschaft am Dienstag in Dortmund. Bild: dpa

Nürnberg. Im Streit um mehr Geld für die etwa 800 000 Beschäftigten der bayerischen Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall am Dienstag ihre Warnstreiks ausgeweitet. Mehr als 20 000 Beschäftigte aus etwa 70 Betrieben hätten sich bayernweit an den Aktionen beteiligt, sagte ein IG-Metall-Sprecher am Nachmittag. "Da werden noch ein paar tausend dazukommen", kündigte er an, denn aus 30 Betrieben habe er noch keine Rückmeldung.

Am Mittwoch will die Gewerkschaft ihren Druck auf die Arbeitgeber noch weiter erhöhen: In mehr als 80 Firmen soll es dann Aktionen geben - unter anderem in allen Werken des Autoherstellers BMW. Dann werde sich noch eine "deutlich höhere Zahl" von Metallern beteiligen. Auch am Freitag soll es in kleinem Umfang Warnstreiks geben - bevor in der nächsten Woche die zweite große Welle starte. "Dann wird es nochmal länger und intensiver", sagte der Sprecher. Bezirksleiter Jürgen Wechsler sagte zur Begründung der Aktionen, das bisherige Angebot der Arbeitgeber sei "mehr als lächerlich". Die IG Metall verlangt 5 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten. Die Arbeitgeber haben bei zwei Jahren Laufzeit stufenweise 2,1 Prozent sowie eine Einmalzahlung angeboten.

Deutschlandweit beteiligten sich am Dienstag nach Gewerkschaftsangaben bundesweit rund 86 000 Beschäftigte aus fast 570 Betrieben an den Protestaktionen.
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