Teilen und verdienen

Die sogenannte Sharing Economy (to share: englisch für teilen) bringt aus Sicht des Soziologen Harald Welzer überwiegend Nachteile. Der Begriff, der das Anbieten privater Güter wie Autos oder alltäglicher Dienstleistungen bezeichnet, lasse bei ihm die Alarmsirenen schrillen, sagte Welzer am Montag beim Verbrauchertag in Berlin. "Mit Teilen hat die ,Sharing Economy' wenig zu tun." Jede Form von Alltagshandlung werde zu Geld gemacht, warnte er. "Bald verlangt ihre Nachbarin 2,50 Euro dafür, dass sie ihr Paket angenommen hat." Der Soziologe kritisierte zudem, dass Vermittlungsplattformen für Fahrgelegenheiten und Privatzimmer viel Geld verdienten, während es an Arbeitsschutz und Versicherungen mangele.

Klaus Müller, Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), sagte: "Sicherheit ist für Verbraucher ein hohes Gut. Ein Mindestmaß an Verbraucherschutz muss auch in der Sharing Economy gelten." Das gelte auch, wenn Privatleute zu Anbietern würden. "Die Vermittlungsplattformen sind gefragt, Qualität sicherzustellen und für Transparenz zu sorgen."
Weitere Beiträge zu den Themen: Berlin (7520)Juni 2015 (7771)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.