Telekom-Aktionäre kommen Schadenersatz näher
Fehler im Prospekt

Seit vielen Jahren zieht sich das Verfahren gegen den dritten Börsengang der Telekom. Archivbild: dpa

Frankfurt. Mehr als 16 Jahre nach dem dritten Börsengang der Telekom sind enttäuschte Kleinanleger einem Schadenersatz einen Schritt nähergekommen. Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt entschied am Mittwoch, dass das Unternehmen einen schwerwiegenden Fehler im damaligen Verkaufsprospekt verschuldet hat.

Die mehr als 16 000 Kläger müssen sich aber bis zu einem Schadenersatz weiter gedulden. Zunächst steht der Telekom der erneute Gang zum Bundesgerichtshof in Karlsruhe offen, was nach den Worten ihres Anwalts in den kommenden Tagen geprüft wird. Das OLG entschied aber darüber hinaus, dass nur in jedem Einzelfall geklärt werden könne, ob der jeweilige Anleger bei seiner Kaufentscheidung den Börsenprospekt überhaupt berücksichtigt hatte. Wäre dies nicht der Fall, könnte er sich auch nicht auf den Fehler berufen.

Die bislang mit den Aktien eingenommenen Dividenden müssten zudem auf den Schaden angerechnet werden, so das Gericht. Andererseits stehen den Anlegern für ihre Kapitalverluste die gesetzlichen Verzugszinsen zu, erläuterte das Gericht.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.