Telekom setzt sich an Dax-Spitze

Aktien: Das Gezerre um Griechenland und der weiter starke Euro haben am Donnerstag den deutschen Aktienmarkt nach unten gedrückt. Der Dax war zwar am Nachmittag kurz ins Plus gedreht, weil sich der Internationale Währungsfonds für eine spätere Leitzinserhöhung in den USA ausgesprochen hatte. Doch am Ende verpuffte der Effekt und der Leitindex fiel um 0,69 Prozent auf 11 340,60 Punkte. Der MDax büßte 0,78 Prozent auf 20 278,63 Punkte ein. Der TecDax verlor 0,67 Prozent auf 1692,30 Punkte.

Mit Blick auf das pleitebedrohte Griechenland dreht sich weiter alles um die Frage, ob Athen und die geldgebenden Euro-Länder noch rechtzeitig einen Kompromiss finden. Momentan seien trotz der vielen Gespräche auf politischer Ebene keine Fortschritte zu sehen und das irritiere die Anleger, sagte Analyst Heino Ruland von Ruland Research.

Unter den Einzelwerten im Dax stiegen die Papiere der Deutschen Telekom nach Spekulationen um die Tochter T-Mobile US mit einem Plus von 1,32 Prozent an die Indexspitze. Die Aktien von RWE büßten als Dax-Schlusslicht rund drei Prozent ein und die von Eon fielen um 2,77 Prozent. Laut dem Europäischen Gerichtshof ist die milliardenschwere Atomsteuer für die deutschen Energiekonzerne mit EU-Recht vereinbar. Das könnte zwar die beiden Versorger teuer zu stehen kommen.

Der Eurostoxx 50 büßte 0,77 Prozent auf 3556,38 Punkte ein. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial gab zum europäischen Börsenschluss ebenfalls nach.

Renten:Die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere stieg von 0,55 Prozent am Vortag auf 0,73 Prozent. Der Rex fiel um 0,84 Prozent auf 137,54 Punkte. Der Bund-Future legte nach einem turbulenten Handel zuletzt um 0,64 Prozent auf 151,62 Punkte zu.

Euro:Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1317 (Mittwoch: 1,1134) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8836 (0,8982) Euro. (dpa)
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