Telekom und Lufthansa investieren Millionen in Flug-Internetverbindungen
Surfen über den Wolken

Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom beziffert die Investitionshöhe für die Kooperation mit der Lufthansa auf einen dreistelligen Millionenbetrag. Archivbild: dpa

Schnelleres Internet über den Wolken ist das Ziel einer millionenschweren Investition, an der sich unter anderem Lufthansa und Deutsche Telekom beteiligen. Mit dem börsennotierten britischen Satellitenbetreiber Inmarsat soll ein System aufgebaut werden, das Passagieren während des Fluges einen stabilen Internetzugang mit hoher Datenübertragungsrate bietet.

Die Telekom will dazu ein europaweites Netz von 300 Basisstationen nach dem modernen Digitalstandard LTE aufbauen, deren Signale mit denen des neuen Inmarsat-Satelliten kombiniert werden sollen. Erreichbar seien Datenraten von bis zu 75 Megabit pro Sekunde, kündigten die Unternehmen an. Telekom-Chef Timotheus Höttges bezifferte die Investition auf einen dreistelligen Millionenbetrag.

Lufthansa will ab dem kommenden Jahr zunächst satellitengestütztes WLAN an Bord seiner Europa-Maschinen anbieten und ab 2017 am Testflugprogramm für den LTE-Mix teilnehmen. Bislang gibt es nur auf der Langstrecke kostenpflichtige Internetverbindungen. Telefongespräche blieben aber auf einhelligen Wunsch der Passagiere an Bord verboten, kündigte Spohr an. Es steht noch nicht fest, was die Kunden für den Service in Europa zahlen müssen.

Das werde von der gebuchten Serviceklasse sowie vom persönlichen Meilen-Status abhängen, erklärte der Lufthansa-Chef. Die Hybrid-Lösung soll laut Telekom auch anderen Fluggesellschaften angeboten werden.
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