Tiefwasserhafen hofft auf höheren Güterumschlag
Hoffnung für Jade-Weser-Port

Das derzeit weltgrößte Containerschiff, die "MSC Oscar", machte am Samstag im Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven (Niedersachsen) fest. Gebaut wurde es auf einer Werft in Südkorea. Der Riesen-Frachter, der unter der Flagge Panamas fährt, ist 395,4 Meter lang, 59 Meter breit und kann bei voller Beladung einen Tiefgang von 16 Metern erreichen. Maximal können 19 224 Standardcontainer in den Laderäumen und an Deck gestapelt werden. Bild: dpa
Das größte Containerschiff der Welt hat erstmals in Deutschlands einzigem Tiefwasserhafen angelegt. Die gut 395 Meter lange "MSC Oscar" erreichte am Samstag den Jade-Weser-Port. Zuvor hatte sie auch Ladung im benachbarten Bremerhaven gelöscht. Der Riesen-Frachter soll künftig im Abstand von zwei bis drei Monaten nach Wilhelmshaven kommen. Die MSC "Oscar" kann mit 19 224 Standardcontainern (TEU) mehr Boxen aufnehmen als jeder andere Mega-Frachter.

Er sei froh, mit Wilhelmshaven einen optimalen Hafen für derart große Schiffe bieten zu können, sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD). Der östlichste Tiefwasserhafen Europas habe viele Vorteile für Reedereien. Bisher blieb das Gemeinschaftsprojekt von Niedersachsen und Bremen seit der Eröffnung 2012 aber hinter den Erwartungen zurück. Neue Linien mit Mega-Frachtern wie der "Oscar" sollen in diesem Jahr mehr Umschlag bringen.

In den ersten beiden vollen Betriebsjahren waren die Umschlagzahlen im Jade-Weser-Port mit weniger als 80 000 und weniger als 70 000 TEU enttäuschend. Der Hafen ist für 2,7 Millionen Container im Jahr ausgelegt. Der Jade-Weser-Port ist der einzige Hafen in Deutschland, den Schiffe unabhängig von Beladung, Tiefgang und Wasserstand anlaufen können.
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