Tirschenreuth: Technologie-Tage 2014 der Wirtgen Group
Baumaschinen auf großer Fahrt

Weltweit kommt jede sechste Straßenwalze aus Tirschenreuth. Bei den Technologie-Tagen mit tausenden Kunden rund um den Globus glänzt die Wirtgen Group, zu der die Hamm AG aus dem Stiftland gehört, mit Umsatzrekorden: trotz der Russland-Ukraine-Krise, die den Konzern trifft.

Tirschenreuth. (cf) Immerhin zehn Prozent seines Umsatzes erzielt der Baumaschinen-Hersteller in Russland. Jürgen Wirtgen, der mit seinem Bruder Stefan das Unternehmen führt, bestätigte auf Nachfrage einen erheblichen Einbruch im zweiten Halbjahr auf dem russischen Markt. In der Ukraine legte der Konflikt die Pläne für ein Vertriebs- und Service-Center auf Eis. Jürgen Wirtgen bezeichnete die finanzielle Lage der ukrainischen Kunden als prekär. Das in den USA und in Asien boomende Geschäft gleicht jedoch die krisenbedingte Schwäche in Russland mehr als aus. Seit 2003 hat sich der Umsatz der Wirtgen Group (Wirtgen, Vögele, Hamm, Kleemann und seit kurzem Benninghoven) auf heute 1,95 Milliarden Euro mehr als verdreifacht. Mit einer Exportquote von 89 Prozent ist der Konzern ein Global Player. Seine 55 Vertriebs- und Servicegesellschaften sind in aller Welt angesiedelt.

Die Wirtgen-Brüder sehen die drei Auslands-Produktionsstandorte in China, Indien und Brasilien als "Wachstumszentren der Zukunft". Die Hälfte aller Baumaschinen wird heute bereits in diesen neuen Märkten abgesetzt. Bei einer Pressekonferenz vor mehr als 100 internationalen Journalisten am Freitagmorgen unterstrichen Jürgen und Stefan Wirtgen die "Weltmarktführerschaft" in den wichtigsten Bereichen der Baumaschinen. Zum Teil beträgt hier der Weltmarktanteil 70 Prozent. Vor wenigen Wochen erwarb die Wirtgen Group eine 70-prozentige Mehrheitsbeteiligung an der Firma Benninghoven. Der Hersteller von Asphaltmischanlagen erzielte 2013 einen Umsatz von 110 Millionen Euro. Die Wirtgen-Brüder bescheinigten dem Neuerwerb "exzellentes Know-how: "Benninghoven passt hervorragend in unser Produktportfolio." An den Standorten in Mülheim/Mosel und Wittlich (beide Rheinland-Pfalz) werden mobile, transportable und stationäre Asphaltmischanlagen gefertigt. "Mit Benninghoven ist der große Kreislauf geschlossen." Neben der Weltmarktführerschaft im Geschäftsbereich "Road Technologies" erwartet Jürgen Wirtgen auch bei den "Mineral Technologies" (Tagebau) ein enormes Wachstumspotenzial.

Der für 2014 erwartete Umsatz von knapp zwei Milliarden Euro bei 6500 Mitarbeitern verteilt sich gleichmäßig auf die internationalen Märkte: Davon entfallen etwas mehr als 500 Millionen Euro auf Europa, 400 Millionen US-Dollar auf die USA, gefolgt von China und Asien. Seit 2003 investierte die Wirtgen Group in ihre Werke 500 Millionen Euro. Modernste Technik und Logistik sichern die Marktführerschaft. Auch wenn die Produktivität der ausländischen Standorte noch nicht an die deutschen Werke heranreicht, so gilt "der gleiche technische Standard".

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/technologietage2014
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