Tragbares im Trend

Auf der IFA in Berlin gebührt Computer-Uhren die große Aufmerksamkeit. Zahlreiche Hersteller präsentieren auf der bis 9. September laufenden Schau ihre neuen Modelle. Bild: dpa

Smartwatches, Fitness-Tracker und Datenbrillen zählen zu den Trends der diesjährigen IFA. Bislang war der Markt noch weit entfernt davon, die hohen Erwartungen zu erfüllen. Das könnte sich schon bald ändern.

Auf der IFA standen seit Jahren vor allem immer größere Flachbild-Fernseher im Mittelpunkt. In diesem Jahr drängen kleine Computer-Uhren ins Rampenlicht auf der Elektronik-Messe. Zahlreiche Hersteller wie Samsung, Huawei, LG, Lenovo oder Asus präsentieren auf der IFA die neusten Modelle ihrer Smartwatches. Auch die gesamte Geräteklasse der sogenannten "Wearables" - Technik, die man direkt am Körper tragen kann - zählt zu den heißen Trends. Der Fokus liegt oft auf Design, Möglichkeiten zur individuellen Anpassung und Hobby-Sportlern als Zielgruppe.

Samsung zeigt in Berlin seine neue Uhr Gear S2, bei der sich der Smartphone-Marktführer erstmals für ein rundes Display entschied, das ein Nutzer aus Vorlagen selbst entwerfen kann. Für den Zugang zu Apps wie Kalender und E-Mail oder Online-Netzwerken ließ sich Samsung etwas Besonderes einfallen: Man steuert sie über einen Ring wie bei einer Taucheruhr am Display-Rand an. Die Lenovo-Tochter Motorola greift auf breiter Front an. Die zweite Generation der Uhr Moto 360 gibt es in zwei Größen für Männer, einer Version speziell für Frauen sowie einer Sport-Variante mit einem eingebauten GPS-Chip. Auch der Chiphersteller Intel will Sport-Enthusiasten anlocken. Die Software des Basis Peak genannten Fitness-Trackers stammt von der zugekauften Firma Basis und funktioniert sowohl mit Android-Handys als auch mit Apples I-Phones. Der Navigations-Spezialist TomTom will mit einer Uhr mit GPS-Modul und Musikspeicher dabei sein.

Auch die Vision vom vernetzten Zuhause nimmt auf der IFA immer mehr Gestalt an. So stellte Samsung sein aktuelles Smarthome-Konzept vor, zu dem auch ein Sensor im Bett gehört. Das Gerät mit dem Namen "Sleep Sense" soll den Schlaf des Besitzers überwachen und die Haus-Technik an seine Bedürfnisse anpassen. Die Idee ist etwa, dass das Licht ausgeht, wenn man einschläft, zum Aufwachen von allein die Kaffeemaschine anspringt - oder nachts die Klimaanlage startet, wenn der Schlaf unruhig wird.

Tado, Anbieter vernetzter Thermostate, der Heizungen per Smartphone steuern lässt, baut sein Angebot aus und bietet den Service jetzt auch für Haushalte mit Fernwärme und Zentralheizung an. Zu sehen ist sogar ein Wasserkocher, der sich über WLAN steuern lässt und unter anderem Wasserstand und Temperatur an eine Smartphone-App melden kann.

Offiziell eröffnet wurde die IFA am Donnerstagabend mit einer Gala. Die Schau in Berlin gilt neben der CES in Las Vegas als ein zentraler Treffpunkt der Branche.
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