Trotz Erfolgsjahr: Bis zu 20 Prozent weniger Standorte
Weiteres Filialsterben bei Volksbanken

Deutschlands Genossenschaftsbanken dämpfen nach einem Erfolgsjahr 2014 die Erwartungen und stimmen auf weiteres Filialsterben ein. 10 bis 20 Prozent weniger Standorte binnen drei Jahren seien vorstellbar, sagte der Präsident des Bundesverbandes der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Uwe Fröhlich, am Mittwoch. "Das heißt aber nicht, dass wir uns aus der Fläche zurückziehen. Und das heißt auch nicht, dass wir 10 bis 20 Prozent der Mitarbeiter abbauen."

Trend zu Fusionen

Ende 2014 hatten die 1047 Volks- und Raiffeisenbanken bundesweit 12 770 Standorte. Steigende Kosten für Regulierung und der Bevölkerungsschwund auf dem Land zwingen vor allem kleinere Institute zum Umsteuern. Fröhlich rechnet auch mit einem "beschleunigten Trend zu Fusionen". Grob geschätzt könnte es 2015 bis zu 40 Zusammenschlüsse genossenschaftlicher Institute geben. Im vergangenen Jahr übertraf die Gruppe mit einem Überschuss von 7,8 Milliarden Euro das Vorjahresergebnis von 6,9 Milliarden Euro um fast 14 Prozent. Vor Steuern standen rund 10,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 9,6 Milliarden Euro) Gewinn zu Buche.
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