Trotz günstiger Energie: Tickets für Bus, Bahn und Co. verteuern sich um 2,4 Prozent
Nahverkehr: Preise steigen wieder

Die tägliche Fahrt mit Bus und Bahnen wird auch in diesem Winter wieder teurer. Die großen Verkehrsverbunde verlangen für ihre Fahrscheine dann im Schnitt zwischen gut 1,8 Prozent und 2,9 Prozent mehr, wie eine Auswertung der Deutschen Presse-Agentur ergab. Damit fällt die diesjährige Preisrunde im Nah- und Regionalverkehr zwar geringer aus als in den Vorjahren, was an gesunkenen Energiekosten liegt. Die Aufschläge liegen jedoch deutlich über der Inflationsrate.

Im bundesweiten Durchschnitt werden Nahverkehrs-Fahrscheine etwa 2,4 Prozent teurer, wie der Verband der Deutschen Verkehrsunternehmen mitteilte. Im vergangenen Jahr waren es 3,5 Prozent gewesen. Gründe seien höhere Betriebs- und Personalkosten. Weil immer mehr Menschen in Busse und Bahnen stiegen, müsse auch mehr Geld in neue Fahrzeuge und Infrastruktur investiert werden, hieß es. Die meisten Tariferhöhungen erfolgen an Neujahr.

"Die Unternehmen müssen aufpassen, dass sie angesichts gesunkener Benzinpreise nicht Fahrgäste ans Auto verlieren", sagte Karl-Peter Naumann, der Ehrenvorsitzende des Fahrgastverbands Pro Bahn. Er zeigte zugleich Verständnis für die Preiserhöhung. Kommunen und Nahverkehrsunternehmen hätten kaum Rücklagen für nötige Investitionen.

Fernverkehr kaum verändert

Fahrten im Fernverkehr werden unterdessen kaum teurer: Angesichts starker Konkurrenz durch Busse und Billigflieger hält die Deutsche Bahn die Preise in ICE- und IC-Zügen weitgehend stabil. Im Regionalverkehr verlangt sie im Schnitt 0,9 Prozent mehr; das betrifft nur etwa jeden fünften Kunden in den Regio-Zügen.
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