TV Sportpark-Restaurant stellt seinen Betrieb ein - 35 jährige Geschichte
Kein Pils mehr an der Theke

Vor 35 Jahren entstand der Komplex am Katzenberg. Seine wechselvolle Geschichte ist noch nicht zu Ende. Bild: Gebhardt

Sulzbach-Rosenberg. (ge) Im Jahr 1980 feierte der damalige TV Sulzbach-Rosenberg 1863 die Einweihung seines Prestige-Objektes. Der TV-Sportpark am Katzenberg vereinte Tennis, Squash, Kegeln und Gastronomie unter einem Dach. Das neue Sportheim erfreute sich großer Beliebtheit. 1987 brannte aber das Restaurant total aus.

"Permanente Liquiditätsenge und eine Anlage mit hohen laufenden Kosten führten zur immer größeren Unterfinanzierung, die wieder durch die Zinsentwicklung stetig stieg. Weder Sanierungskonzepte noch Zuschüsse der Stadt und Forderungsverzichte der Bank konnten die negative Entwicklung stoppen. Ein Fiasko bahnte sich in großen Schritten an", heißt es in der Vereinschronologie.

Insolvenz 2004

2004 schließlich stellte der Vorstand Insolvenzantrag, 2005 gründete sich der TV Sulzbach-Rosenberg neu. Nach zwei Jahren im Insolvenzbetrieb ging der Sportpark 2006 an das Rohrwerk Maxhütte. Die SRZ sprach mit Sportpark-GmbH-Geschäftsführer Karl Reyzl über die Entwicklung: "Mit der Übernahme hat das Rohrwerk erreicht, dass die Schließung der Anlage verhindert und ein wichtiger Bestandteil des Freizeitwertes der Stadt erhalten wurde!"

Massive Investitionen

Der neue Eigentümer investierte erheblich: neue Böden in der Tennishalle und im Squash-Bereich, neue Technik bei den Keglern, neue Theke, neue Restaurant-Einrichtung, die komplette Medientechnik und später noch ein Hotelbetrieb mit Zimmern der Oberklasse. 2008 gab es einen offiziellen Neustart, wieder als Pachtbetrieb, ab 2010 übernahm die neugegründete Sportpark GmbH den Betrieb.

"Nachdem unsere Bemühungen um eine Zukunftsausrichtung gemeinsam mit der Stadt 2014 leider nicht realisiert werden konnten, mussten wir aufgrund der Wirtschaftslage Entscheidungen treffen", erklärt der Manager. Ein erster Schritt war im Dezember die Aufgabe des Hotelbetriebes. Der Eigentümer stellte die Zimmer dem Landratsamt zur Verfügung, das dort Asylberwerber unterbrachte. In einem zweiten Schritt kommt es jetzt zum 31. März zur Schließung der Gastronomie.

Kosten zu hoch

"Das ist sicher ein herber Schlag für Vereine, Parteien und Clubs, aber die Grundbelastung durch die laufenden Personalkosten war nicht mehr abzudecken", stellt Reyzl klar. Möglich sei auch ein Verkauf des gesamten Objektes, lediglich das Fitness-Studio im Südbereich gehört einem anderen Eigentümer.

Die Sportanlagen, das betonen die Verantwortlichen besonders, stehen aber bis auf weiteres weiterhin alle zur Verfügung. Interessenten sollen über Internet buchen. Der Zugang ist täglich zwischen 7 und 23 Uhr durch den oberen Eingang möglich. Zur Getränkeversorgung gibt es für Kegelbahn, Tennis und Squash entsprechende Automaten. Später wird auch die Sportrezeption im Obergeschoss besetzt sein für persönliche Buchungen. Ein Ansprechpartner findet sich für den Sportpark nach wie vor unter der Telefonnummer 09661-52 111 (E-Mail info@hotelamsportpark.de).

Alles ist möglich

Was ein neuer Besitzer (es gibt einige Interessenten) mit dem Komplex vor hat, ist natürlich Spekulation. "Ich möchte nicht ausschließen, dass die Gastronomie wiederbelebt wird", meint Karl Reyzl. Warten wir's ab.
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