Übernahme in Pharmabranche: Pfizer schluckt Allergan
Viagra und Botox

Der Pharmakonzern Pfizer, bekannt für Viagra, will nun auch den Botox-Hersteller Allergan übernehmen. Archivbild: dpa
Der Viagra-Konzern Pfizer will sich mit dem Botox-Hersteller Allergan zum größten Pharmakonzern der Welt zusammenschließen. Das Volumen der Transaktion liege bei rund 160 Milliarden US-Dollar, teilten die beiden Unternehmen am Montag mit.

Pfizer verspricht sich durch den Zukauf zum einen eine breitere Produktpalette, aber vor allem auch steuerliche Vorteile. Um diese zu sichern, ist die Transaktion so gestaltet, dass Allergan mit dem steuerlich günstigeren Firmensitz in Irland formell den größeren Konzern aus New York kauft. Den Gewinn soll die Transaktion ab 2018 nach oben treiben. Allergan war früher auch amerikanisch, hat jedoch nach der Übernahme durch den irischen Konzern Actavis seinen Sitz nach Dublin verlegt. Pfizer hatte 2014 einen ähnlichen Versuch unternommen, seine Steuern zu drücken. Die geplante Übernahme von Astra Zeneca war jedoch am Widerstand des britischen Unternehmens gescheitert. Die Allergan-Anteilseigner sollen nun je Aktie 11,3 Papiere des fusionierten Unternehmens erhalten, das den Namen Pfizer tragen wird. Stimmen die Behörden zu, werde in der zweiten Jahreshälfte des kommenden Jahres mit einem Abschluss gerechnet, hieß es.
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