Überschuss steigt trotz Mini-Zinsen

Die Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland trotzen bislang der Niedrigzinsphase und erwarten 2015 ein weiter florierendes Kundengeschäft. Der Präsident des Branchenverbandes BVR, Uwe Fröhlich, mahnte am Dienstag in Frankfurt jedoch, den oft kleinen Genossenschaftsinstituten nicht neue Steine in den Weg zu legen. "Mittelständische Kreditinstitute benötigen dringend mehr Freiraum und weniger Regulierung, um die Versorgung der Realwirtschaft auch weiterhin sicherstellen zu können", sagte Fröhlich. EU-Finanzmarktkommissar Jonathan Hill will mit einer Kapitalmarktunion Investoren das Geschäft über Ländergrenzen hinweg erleichtern. Kleine und mittlere Unternehmen sollen so leichter Geld am Kapitalmarkt aufnehmen können.

2014 erzielten die 1047 (Vorjahr: 1078) Institute, die im BVR organisiert sind, nach vorläufigen Zahlen einen Überschuss von gut 2,3 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,2 Milliarden Euro). Die Kredite an Firmen- und Privatkunden legten im Jahresvergleich von 462 Milliarden auf gut 482 Milliarden Euro zu. Die Kundeneinlagen stiegen auf rund 582 Milliarden Euro (Vorjahr: 561 Milliarden Euro). Bei den Mitgliederzahlen wurde ein Rekord erreicht: Mehr als 18 Millionen Menschen in Deutschland sind nun Anteilseigner einer Genossenschaftsbank.
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