Ufo fliegt Attacke gegen Verdi

Im deutschen Luftverkehr zeichnet sich ein neuer Konkurrenzkampf zwischen Gewerkschaften ab. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo hat am Dienstag vorgeschlagen, dass sich alle kleineren Gewerkschaften und Berufsverbände der Sparte zu einer Industriegewerkschaft Luftfahrt (IGL) zusammenschließen sollten. Bei Wahrung größtmöglicher Selbstständigkeit der Partner könne so eine gemeinsame Tarifpolitik verfolgt werden, sagte Ufo-Chef Nicoley Baublies.

Der Schritt richtet sich gegen die Gewerkschaft Verdi, die sich als stärkste Arbeitnehmervertretung im Lufthansa-Konzern sieht und dort im Aufsichtsrat mit Christine Behle die stellvertretende Vorsitzende stellt. "Wir werten das Ufo-Vorhaben als Kampfansage, sehen den Bestrebungen jedoch gelassen entgegen", erklärte Behle. Ufo treibe die Spaltung der Belegschaft voran. Die Kabinengewerkschaft hat laut Baublies die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC), die Gewerkschaft der Flugsicherung, die nicht tariffähige Arbeitnehmergewerkschaft im Luftverkehr (Agil) und weitere Berufsverbände angesprochen. Die VC erklärte, dass man zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Notwendigkeit zu einem Zusammenschluss sehe.
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