Umsatzprognose gekappt
Lkw-Geschäft bremst Daimler

Etwa ein Fünftel seiner Umsätze macht Daimler mit Lastwagen. Das Geschäft läuft dieses Jahr so schwach, dass der Konzern seine Umsatzprognose zurücknehmen musste - trotz Rekordverkäufen in der Pkw-Sparte. Archivbild: dpa

Etwa ein Fünftel seiner Umsätze macht Daimler mit Lastwagen. Das Geschäft läuft dieses Jahr so schwach, dass der Konzern seine Umsatzprognose zurücknehmen musste - trotz Rekordverkäufen in der Pkw-Sparte.

Stuttgart. Das schwache Lkw-Geschäft durchkreuzt die Wachstumspläne von Daimler. Nachdem der Autobauer wegen der Probleme in Nordamerika schon im Frühjahr die Erwartungen für seine Lkw-Sparte zurückgenommen hatte, passte er nun nach einem erneuten Einbruch bei den Trucks Absatz- und Umsatzplanung für den gesamten Konzern nach unten an. "Grund dafür ist die sich abschwächende Nachfrage auf den wichtigsten Truck-Märkten", sagte Finanzchef Bodo Uebber am Freitag in Stuttgart. Daimler macht gut ein Fünftel seiner Umsätze mit Lastwagen. Für 2016 rechnet Daimler nun nur noch mit Erlösen "in der Größenordnung" des Vorjahreswerts von etwa 150 Milliarden Euro. Zuvor war man von einem leichten Zuwachs ausgegangen. Der gesamte Fahrzeugabsatz von Lastwagen und Autos werde nur noch leicht über dem Vorjahreswert liegen. Zuvor hatte Daimler hier mit einem deutlichen Plus gerechnet. Beim operativen Gewinn peilt der Konzern nach wie vor einen Wert leicht über den knapp 14 Milliarden Euro vom Vorjahr an.

Dabei stiegen die Erlöse dank florierender Verkäufe von Pkws und Vans im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent auf 38,6 Milliarden Euro. Unterm Strich verdiente Daimler im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 2,7 Milliarden Euro 13 Prozent mehr.

Dem Autobauer machten zuletzt vor allem die schwachen Märkte im Lastwagengeschäft zu schaffen. Der Umsatz von Daimler Trucks brach im dritten Quartal um 19 Prozent auf 7,9 Milliarden ein, der operative Gewinn sackte um 41 Prozent ab. Unter der schwachen Nachfrage könnten in erster Linie Leiharbeiter zu leiden haben. "Wir haben eine hohe Flexibilität in den Werken und können uns an die Nachfrage anpassen", sagte Uebber.

Daimlers Autogeschäft glänzt hingegen unvermindert, auch wenn der Hersteller weltweit mit einer etwas schwächeren Marktentwicklung rechnet als bislang. Der Konzern hatte in den ersten neun Monaten 1,6 Millionen Autos verkauft - ein Plus von 12 Prozent.
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