UN: Lage für Bewohner von Aleppo immer dramatischer
„Die Zeit drängt“

Damaskus. Die humanitäre Situation in der umkämpften syrischen Stadt Aleppo wird nach Angaben der Vereinten Nationen immer dramatischer. "Die Zeit drängt", sagte der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura am Donnerstag in Genf. Die Versorgung der Bevölkerung sei völlig unzureichend. Aleppo wird teils von Regimetruppen, teils von Rebellen kontrolliert.

Trotz einer angekündigten Feuerpause gingen die Kämpfe auch am Donnerstag weiter. Zuvor hatte Russland, einer der wichtigsten Verbündeten des syrischen Regimes, angekündigt, eine Feuerpause einhalten zu wollen, damit Hilfslieferungen in die von den Kämpfen zerstörte Stadt gelangen können. Ein Sprecher des oppositionellen Verwaltungsrates in Aleppo sagte, dass es sich um reine Propaganda handele. Die Vereinten Nationen forderten eine Feuerpause von 48 Stunden sowie sichere Korridore, damit Hilfsorganisationen Lieferungen nach Aleppo bringen können. Auch in den anderen Kampfgebieten des Bürgerkriegslandes spitzt sich die Lage zu. Syriens Verbündeter Russland hat nach eigenen Angaben Ziele nahe der IS-Hochburg Al-Rakka ins Visier genommen. Auch die Türkei will sich nach der Aussöhnung mit Russland wieder mit Luftangriffen am internationalen Kampf gegen den IS beteiligen.
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