Unternehmen Feilo Acoustics zeigt Interesse am Lampengeschäft von Osram
Chinesen werfen Hut in den Ring

Chinesische Investoren haben Interesse an Teilen des Geschäfts von Osram. Das Unternehmen Feilo Acoustics informierte seine Anleger in einem Schreiben, das am Dienstag veröffentlicht wurde, über das Kaufinteresse. Dabei verwies Feilo auf die Pläne des Münchener Konzerns, der sein Lampengeschäft ausgliedern will. Deshalb erwäge das Unternehmen, unter anderem Teile des traditionellen Lichtgeschäfts und der LED-Sparte zu kaufen. Welche Konzernteile genau zur Debatte stehen und welcher Preis dafür gezahlt werden soll, stehe noch nicht fest, erklärte Feilo weiter. Man wolle Osram zunächst eine nicht bindende Absichtserklärung zukommen lassen.

Ein Osram-Sprecher sagte lediglich: "Es ist kein Verkaufsprozess für das Lampengeschäft gestartet." Sollte sich das Interesse tatsächlich auf die vor der Ausgliederung stehende Sparte von Osram beziehen, so zeige dies, dass es ein gewisses Interesse gebe. Osram will das Geschäft mit Lampen - darunter Halogen- und Energiesparlampen sowie LED-Lampen - in ein eigenständiges Tochterunternehmen ausgliedern. Zusammen kommen die Einheiten auf etwa 12 000 Beschäftigte und rund zwei Milliarden Umsatz. Was aus der Tochter wird, gilt bisher als offen. Infrage kommen neben einem Verkauf die Gründung von Gemeinschaftsunternehmen oder eine Abspaltung über die Börse. Künftig bleiben bei Osram die Geschäfte mit LED-Halbleitern und Spezialbeleuchtung. Dazu gehört auch Lichttechnik für die Autoindustrie. Zudem setzen sie auf Systemlösungen und intelligente Steuerung, etwa bei der Beleuchtung von Museen. Das Geschäft mit Lampen hingegen ist angesichts immer kürzerer Innovationszyklen und der Billig-Konkurrenz aus Asien seit längerem ein Problemfall.
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