US-Notenbank Fed leitet keine Zinswende ein
Geld soll billig bleiben

Die US-Notenbank Fed hat keine Eile, die Ära des billigen Geldes zu beenden. Obwohl sich die amerikanische Wirtschaft im Aufschwung befindet und die Arbeitslosenquote auf dem tiefsten Stand seit sechs Jahren liegt, wollen die Währungshüter die Zinsen vorerst nicht erhöhen. Man könne bei der Normalisierung der Geldpolitik "geduldig" sein, teilten die Notenbanker am Mittwoch in Washington mit. Diese Aussage sei konsistent mit der Formulierung aus dem letzten Statement vom Oktober, wonach der Leitzins noch für "beträchtliche Zeit" nahe null bleiben solle, betonte die Fed. Seit dem Höhepunkt der Finanzkrise Ende 2008 liegt der Zins in einer historisch niedrigen Spanne zwischen null und 0,25 Prozent. Die Fed will die Konjunktur stützen, indem sie Banken zu günstigen Konditionen mit Geld versorgt.

Die Notenbank veröffentlichte am Mittwoch zudem neue Konjunkturprognosen - für 2015 rechnet sie unverändert mit einer Wachstumsrate zwischen 2,6 und 3,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote dürfte aber stärker fallen als zuletzt angenommen und im nächsten Jahr zwischen 5,2 bis 5,3 Prozent liegen. Bei der Inflationsrate wurde die Vorhersage kräftig auf 1,0 bis 1,6 Prozent gesenkt.
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