Vattenfall treibt Ausstieg aus der Braunkohlesparte voran - 8000 Mitarbeiter betroffen
Käufer für Kraftwerke gesucht

Das Braunkohlekraftwerk von Vattenfall in Boxberg (Sachsen) gehört zu den noch drei Kraftwerken und fünf Kohlegruben mit insgesamt rund 8000 Mitarbeitern, die der schwedische Konzern Vattenfall noch betreibt. Bild: dpa
Der schwedische Konzern Vattenfall treibt den Verkauf seines Braunkohlegeschäfts in Deutschland voran. Potenzielle Käufer können von sofort an ihr Interesse bekunden, wie Vattenfall am Dienstag mitteilte. Das staatliche Unternehmen hatte im Oktober 2014 angekündigt, seine Braunkohleförderung in der Lausitz bis zum Jahresende verkaufen zu wollen.

Auch Wasserkraftwerke

In Sachsen und Brandenburg betreibt der Konzern derzeit noch fünf Kohlegruben und drei Kraftwerke mit zusammen rund 8000 Mitarbeitern: Jänschwalde, Schwarze Pumpe und Boxberg. Ein weiteres Kraftwerk, Lippendorf im Landkreis Leipzig, gehört den Schweden zusammen mit dem Karlsruher Energiekonzern EnBW. Vattenfall bietet zusammen mit der Braunkohlesparte zehn Wasserkraftwerke an, die in der Nähe des Kohlereviers beheimatet seien, hieß es. Die Wasserkraftanlagen stünden "allerdings nicht separat zum Verkauf", stellte der Konzern klar. Er rechnet nach eigenen Angaben damit, dass die angestrebte Transaktion bis ins kommende Jahr hinein dauern wird.

Umfangreiche Abschreibungen sowie die anhaltend niedrigen Börsenstrompreise drückten das Unternehmen im zweiten Quartal tiefer in die roten Zahlen. Unterm Strich verbuchte Vattenfall zwischen April und Juni einen Verlust von 28,8 Milliarden schwedischen Kronen (3,1 Milliarden Euro). Der Umsatz fiel mit 36,1 Milliarden Kronen (3,86 Milliarden Euro) etwas geringer aus als im Vorjahreszeitraum.
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