Vattenfall will Steuer zurück

Der Energiekonzern Vattenfall fordert von Lausitzer Kommunen voraussichtlich die gesamten Gewerbesteuereinnahmen für 2014 zurück. Das teilte das Unternehmen am Dienstag in Cottbus mit. Der schwedische Staatskonzern begründet dies mit fallenden Strompreisen. Dadurch seien Wertberichtigungen für das Braunkohlegeschäft erforderlich geworden.

In einer Stellungnahme hieß es: "Dies führt für die betreffenden Länder und Kommunen voraussichtlich zu einer Halbierung der Steuerzahlungen in 2015 und zu Steuererstattungen für das Jahr 2014 in 2016." Eine Sprecherin sagte, dass voraussichtlich alle vorausgezahlten Gewerbesteuern für 2014 zurückverlangt werden. Vattenfall betreibt in Brandenburg und Sachsen fünf Tagebaue und vier Braunkohle-Kraftwerke. Der "Lausitzer Rundschau" zufolge erhielten die Kommunen in der Region jahrelang Millionenbeträge an Gewerbesteuern von Vattenfall. Bereits seit vielen Monaten ist bekannt, dass Vattenfall seine Braunkohlesparte loswerden will. Für 8000 Beschäftigte in der Branche bedeutet das erhebliche Unsicherheit.
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