Verbraucher tragen deutlich mehr Geld in Geschäfte als noch vor Jahren
Einzelhandel: Stärkstes Wachstum seit 1994

Die Verbraucher in Deutschland tragen deutlich mehr Geld in die Geschäfte als noch vor Jahren. Aber der Einkauf über das Internet wird immer wichtiger.

Wiesbaden/Berlin. Der deutsche Einzelhandel hat 2015 erneut stark vom gestiegenen privaten Konsum profitiert. Die Unternehmen konnten ihren Umsatz preisbereinigt um 2,7 Prozent steigern. Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Einen solchen Zuwachs hatte es seit 1994 nicht mehr gegeben. Zu aktuellen Preisen (nominal) hatten die Händler sogar 2,8 Prozent mehr in den Kassen als im Jahr 2014. Es war bereits das sechste Jahr in Folge mit realen und nominalen Umsatzsteigerungen.

Besonders stark ist den Zahlen zufolge 2015 der Internethandel gewachsen, der real um 9,0 Prozent zulegte. Der Lebensmittelhandel wuchs mit 2,3 Prozent etwas langsamer als der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln, der um 3,0 Prozent zulegen konnte. Besonders hohe Zuwächse gab es bei Apotheken und Drogerien mit 3,3 Prozent Zuwachs. Stagnation herrschte hingegen mit Textilien, Schuhen und Lederwaren.

Aus Sicht des Handels bleiben die Verbraucher in Deutschland angesichts steigender Löhne und günstiger Energiepreise ausgabefreudig. Für 2016 rechnet die Branche laut Mitteilung des Handelsverbands Deutschland (HDE) mit einem Umsatzplus von zwei Prozent auf 481,8 Milliarden Euro. Besonders stark nimmt weiterhin der Online-Handel zu, der nach dem hohen Umsatzplus im vergangenen Jahr nach der Prognose nun um 11 Prozent auf 46,3 Milliarden Euro zulegt.

Zum Optimismus für 2016 trägt auch bei, dass es in diesem Jahr drei Verkaufstage mehr gibt, weil Feiertage auf Sonntage fallen und der Februar 29 Tage hat.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.