Verdi erhöht Druck auf gelben Riesen

Beim Arbeitskampf bei der Deutschen Post steigt die Zahl der Streikenden von Tag zu Tag. Am Donnerstag, dem vierten Streiktag, hätten weitere 1500 Zusteller aus der Paket- und Verbundzustellung ihre Arbeit niedergelegt und seien in einen unbefristeten Streik getreten, teilte die Gewerkschaft Verdi mit.

Inzwischen befinden sich laut Verdi bundesweit rund 16 000 Beschäftigte im Ausstand. In den kommenden Tagen sollen weitere Beschäftigte hinzukommen. Die Post sprach am Donnerstag von 15 000 Streikende in Briefzentren, Paket- und Briefzustellung. Nach wie vor könne das Unternehmen die Auswirkungen für Kunden gering halten, teilte der Konzern am Donnerstag mit. 87 Prozent der Briefsendungen sowie 84 Prozent der verschickten Pakete würden ihre Empfänger immer noch pünktlich erreichen.

Dennoch verzeichnen Konkurrenten der Post inzwischen eine verstärkte Nachfrage nach Transportdiensten. So suchten Privatkunden vermehrt die Paketshops von Hermes auf, sagte ein Unternehmenssprecher. Amazon teilte mit, man setze alles daran, die Auswirkungen der Streiks für die Kunden so gering wie möglich zu halten, erklärte ein Sprecher. Dabei könne das Unternehmen auf ein Netzwerk alternativer Transportdienstler zurückgreifen - wie Hermes, UPS oder DPD.
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