Verdi verkündet Streik-Pause

Nach Schätzungen der Post waren wegen der Streiks rund 4,8 Millionen Briefe und 240 000 Pakete nicht ausgeliefert worden. Die Zustellung soll nun an diesem Samstag erfolgen. Bild: dpa
Mit bundesweiten Warnstreiks hat am Donnerstag Verdi die Deutsche Post im Tarifkonflikt um kürzere Arbeitszeiten weiter unter Druck gesetzt. Auch beim Online-Händler Amazon wurde gestreikt. "Die Beschäftigten bei Amazon und der Deutschen Post wehren sich in beiden Fällen gegen Tarifflucht, das ist ein wichtiger und notwendiger Kampf", sagte Stefanie Nutzenberger, Mitglied des Verdi-Bundesvorstands.

Nach Angaben der Gewerkschaft beteiligten sich am Donnerstag rund 10 000 Brief- und Paketzusteller der Deutschen Post an den Ausständen, der Post zufolge waren es rund 5000 Mitarbeiter. Das sei ein deutliches Signal der Beschäftigten, erklärte Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. Der Post-Vorstand müsse in der nächsten Verhandlungsrunde ein "seriöses" Angebot vorlegen. Bis zum 14. April setzte Verdi deshalb die Warnstreiks aus. Auch bei Amazon wurden die Streiks vorerst beendet. Der Tarifkonflikt gehe aber weiter, betonte die Gewerkschaft.
Weitere Beiträge zu den Themen: Bonn (591)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.